Warum ich aufgehört habe, nach dem fehlenden Puzzleteil zu suchen

Warum ich aufgehört habe, nach dem fehlenden Puzzleteil zu suchen

Es gab eine Zeit, da war ich überzeugt, dass irgendwo noch eine Antwort auf mich wartet.

Ein Buch. Ein Kurs. Ein Coach. Eine Strategie. Ein Satz. Irgendetwas.

Irgendetwas, das endlich dafür sorgt, dass alles Sinn ergibt.

Dass ich mich sicher fühle. Dass ich weiß, wie es weitergeht. Dass ich aufhöre zu suchen. Und vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Du liest. Du hörst Podcasts. Du buchst Räume. Du schaust Videos. Du speicherst Beiträge. Du machst Notizen.

Und trotzdem bleibt da dieses Gefühl: Vielleicht fehlt mir einfach noch die eine Sache. Die eine Erkenntnis. Das eine Puzzleteil.

Die meisten zeigen Anfang und Ende

Vor ein paar Tagen hatte ich plötzlich ein Bild im Kopf. Es war einmal ein kleines Mädchen namens Aurora. 25 Jahre werden übersprungen. Heute lebt sie glücklich mit ihrem Prinzen in einem Schloss. Ende.

Ich musste lachen.

Weil genau so sich mittlerweile ein Großteil von Social Media für mich anfühlt. Früher arm. Heute reich. Früher unsicher. Heute selbstbewusst. Früher angestellt. Heute frei.

Und jedes Mal denke ich: Ja. Aber was war dazwischen? Was war an einem ganz normalen Dienstag? Was waren die Zweifel? Die Ängste? Die Gespräche mit sich selbst? Die Fehlentscheidungen? Die Umwege? Die Tränen? Die Momente, in denen man alles hinschmeißen wollte?

Mich interessiert nicht Anfang und Ende. Mich interessiert die Geschichte dazwischen.

Ich habe jahrelang nach Antworten gesucht

Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht nur nach Wissen gesucht. Ich habe nach Sicherheit gesucht. Nach Kontrolle. Nach dem Gefühl, endlich alles verstanden zu haben.

Ich dachte: Wenn ich noch diesen Kurs buche. Wenn ich noch dieses Konzept verstehe. Wenn ich noch diese Strategie lerne. Dann wird alles leichter. Dann wird es endlich Klick machen.

Das Verrückte? Es hat immer kurz funktioniert. Für ein paar Tage. Für ein paar Wochen. Manchmal für ein paar Monate. Dann begann die Suche von vorne.

Die Wahrheit war viel einfacher

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Erkenntnis, die mich bis heute nicht loslässt. Vielleicht habe ich die ganze Zeit nach etwas gesucht, das gar nicht gefehlt hat.

Vielleicht fehlte mir nie Wissen. Vielleicht fehlte mir nie die nächste Strategie. Vielleicht fehlte mir nie die nächste Methode. Vielleicht habe ich einfach die ganze Zeit versucht, die Sprache anderer Menschen zu sprechen.

Ich habe versucht, Geschichten zu erzählen, die nicht meine waren

Rückblickend sehe ich das heute sehr klar. Ich habe Begriffe übernommen. Konzepte übernommen. Sprachen übernommen. Erfolgsmodelle übernommen.

Nicht bewusst. Nicht aus Bosheit. Sondern weil ich dachte: Wenn es bei ihnen funktioniert, dann muss ich nur lernen, so zu denken wie sie.

So zu sprechen wie sie. So zu verkaufen wie sie. So zu leben wie sie. Doch irgendwann wurde es schwer. Weil etwas in mir immer wusste: Das bin ich nicht.

Die größten Erkenntnisse kamen nie in Masterclasses

Und genau hier wurde es spannend. Denn die Momente, die mich in den letzten Wochen wirklich verändert haben, hatten nichts mit Strategien zu tun. Sie entstanden im Alltag.

Beim Einkaufen. Beim Haareföhnen. Beim Kaffee trinken. Beim Beobachten. Bei Gesprächen. Bei Gedanken. Bei Erinnerungen. Bei Hazel. Bei ganz normalen Momenten.

Plötzlich verstand ich: Ich suche keine Antworten. Ich suche Geschichten. Mich interessiert nicht das Ergebnis. Mich interessiert der Weg.

Wer bin ich mit einer Million Euro?

Und dann kam die wahrscheinlich größte Erkenntnis von allen. Ich hatte jahrelang Angst davor, was Erfolg aus mir machen könnte.

Nicht bewusst. Aber tief in mir. Weil Social Media mir ständig zeigte: Erfolg bedeutet, jemand anderes zu werden. Luxuriöser. Perfekter.

Kontrollierter. Erfolgreicher. Eleganter. Glatter.

Und plötzlich verstand ich: Julia mit 100 Euro ist dieselbe Julia wie mit einer Million Euro. Ich werde mich immer noch fragen: Was essen wir heute Abend? Wo ist die Schere? Haben wir noch Klopapier? Wer hat das Waschpulver vergessen?

Ich werde immer noch lachen. Immer noch beobachten. Immer noch Geschichten sehen, wo andere nur Alltag sehen. Ich werde immer noch ich sein.

Vielleicht geht es gar nicht darum, mehr Antworten zu finden

Vielleicht geht es darum, aufzuhören, vor den eigenen Antworten wegzulaufen. Vielleicht geht es darum, sich wieder selbst zuzuhören.

Dem eigenen Leben. Den eigenen Gedanken. Den eigenen Beobachtungen. Der eigenen Wahrheit. Vielleicht beginnt echte Veränderung nicht mit einer neuen Strategie. Sondern mit der Entscheidung, endlich die eigene Sprache zu sprechen.

STAY – Für die Geschichte dazwischen

STAY ist nicht entstanden, weil ich noch eine weitere Lösung erschaffen wollte. STAY entstand aus einer Erkenntnis: Die meisten zeigen Anfang und Ende. Mich interessiert die Geschichte dazwischen. Die Gedanken. Die Zweifel. Die Wahrheit. Die Umwege. Die Kapitel, die niemand filmt.

Wenn du müde bist von immer neuen Antworten. Wenn du das Gefühl hast, ständig nach dem nächsten Puzzleteil zu suchen. Wenn du dir selbst wieder zuhören möchtest. Dann bist du hier richtig. Denn vielleicht fehlt dir gar nichts. Vielleicht ist es Zeit, einfach zu bleiben.

→ STAY 🤍

I HOLD THE STANDARD

Für Frauen, die merken, dass sie längst wissen, was dran ist, es aber noch nicht konsequent leben.

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